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Special 2012: „Berlin als Symbol deutscher Geschichte“
Kaum eine Stadt symbolisiert die jüngere deutsche Geschichte so sehr wie Berlin! Und genau deswegen eignet sich unsere Hauptstadt auch erstklassig für einen interessanten, erlebnisreichen Rückblick auf die Vergangenheit: vom aufstrebenden Preußen über das Kaiserreich, die Weimarer Republik, den Nationalsozialismus und das geteilte Berlin bis zur neuen Hauptstadt. Natürlich sind alle bedeutenden Orte mit dabei: das Brandenburger Tor, der Potsdamer Platz, der Reichstag, der Gendarmenmarkt, der Berliner Dom, die Neue Wache, das Brandenburger Tor, die Siegessäule, der „Führerbunker“, das Holocaust-Mahnmal, die Wilhelmstraße, das neue Regierungsviertel ... und natürlich der Prenzlauer Berg!
„Wer wir waren, wer wir sind“
Dieses Seminar richtet sich an alle Menschen, die sich für deutsche Politik und Geschichte interessieren. Dabei werden 250 Jahre Vergangenheit in einer anschaulichen Art und Weise anhand der Entwicklung der Stadt Berlin dargestellt. Vom Aufstieg Preußens zur europäischen Großmacht bis zu aktuellen Themen wie „Deutschland in der EU” und „multikulturelle Gesellschaft” werden alle bedeutsamen Entwicklungen veranschaulicht. Eine Vielzahl der Referate und Vorträge finden „vor Ort” in der City Berlins statt. Das ist deutsche Geschichte für alle, die mitreden wollen!
„Preußen – damals und heute“
Preußen, was war das eigentlich für ein Staat? Heutzutage streiten sich die Historiker immer noch über das wahre Wesen der vergangenen europäischen Großmacht. War Preußen ein fortschrittlicher, aufgeklärter „Vernunftsstaat“? Oder war er nur die obrigkeitsstaatliche Wurzel des deutschen Militarismus, der Europa mit zahlreichen Kriegen überziehen sollte? Oder war Preußen einfach nur – ein etwas anderer europäischer Staat? Und warum berufen sich viele Menschen heutzutage noch so oft auf „preußische Tugenden“? Warum wollen nach wie vor Millionen Touristen in Berlin und Potsdam die „preußische Herrlichkeit“ erfahren? Dieses Seminar stellt einen Versuch dar, Antworten auf diese Fragen zu finden. Preußen zum Mitreden!
„Die deutsche Teilung und ihre Überwindung“
Deutschland war über vier Jahrzehnte lang geteilt. Wie kam es eigentlich dazu? Hätte es eine Alternative gegeben? Dieses Seminar will die dramatische Geschichte der deutschen Teilung in der Stadt darstellen, die davon am stärksten betroffen war: Berlin. Die Veranstaltung führt von den politischen Erschütterungen des Nationalsozialismus und der frühen Nachkriegszeit in die Situation der achtziger Jahre des vorherigen Jahrhunderts hinein – als sich viele Menschen schon mit der Teilung arrangiert hatten. Dann wird die Gegenwart beleuchtet: Welche Probleme hat die Wiedervereinigung aufgeworfen? Wie lange wird man noch von „Ossis” und „Wessis” reden?
„Von der Wende bis zur Wiedervereinigung.“
20 Jahre liegt sie nun zurück – die „Wende“ in der ehemaligen DDR. Wer hätte sich damals vorstellen können, daß das SED-Regime innerhalb weniger Wochen durch eine friedliche Revolution zum Einsturz gebracht wird? Ein knappes Jahr später war Deutschland bereits wiedervereinigt. Dieses Seminar blickt auf den großen demokratischen Aufbruch des Jahres 1989 zurück. Es stellt die Hintergründe der „Wende“ und der folgenden Wiedervereinigung dar. Zugleich beleuchtet es auch die Erfahrungen unserer osteuropäischen Nachbarn, die zu jener Zeit ebenfalls ihre „demokratische Sternstunde“ erlebten. Das Seminar gibt es in zwei Versionen: Einmal als Ganztagsprogramm in der City und als „Version II”, bei der ein Teil der Vorträge und Referate in unserem Seminarraum stattfindet.
„Politik zum Anfassen!“
Wie wird unsere Politik in Berlin gestaltet? Wie verlaufen die Entscheidungsprozesse? Wer entscheidet was? Wie können Bürger sich einbringen? Wie steht es überhaupt um unsere Demokratie? Haben wir Grund, besorgt zu sein? Was hat es mit den oft erwähnten „spin doctors“ auf sich? Was genau wollen die Globalisierungsgegner? Und was bringt uns eigentlich die EU? Unser neues Seminar „Politik zum Anfassen“ soll diese Fragen beantworten. Dabei werden die wichtigsten politischen Institutionen besucht – vom Berliner Abgeordnetenhaus bis zum Bundestag. Wir sprechen mit Politikern, Parteien – und statten der EU einen Besuch ab. Darüber hinaus werden auch die neuen Akteure unter die Lupe genommen – von den oft erwähnten „PR-Gurus“ bis zu den „Piratenparteien“. Politik zum Anfassen!
„Alte Hauptstadt, neue Hauptstadt – Berlin als Zentrum deutscher Politik“
Dieses Kompaktseminar stellt Berlin als Zentrum deutscher Politik dar. Kaum eine Stadt hat eine so turbulente Geschichte erlebt wie Berlin innerhalb der letzten 100 Jahre: Seit der Gründung des Kaiserreiches wuchs und wuchs die neue Hauptstadt. Das Kaiserreich brach dann 1918 wie ein Kartenhaus zusammen und wurde von der Weimarer Republik abgelöst. Das Berlin der zwanziger Jahre war auf der kulturellen Ebene weltberühmt – und sollte doch im wirtschaftlichen und politischen Chaos der Weltwirtschaftskrise untergehen. Es folgten die Schreckensherrschaft der Nazis, die Zerstörung und schließlich die Teilung der Stadt. Erst mit dem Zusammenbruch der DDR und der anschließenden Wiedervereinigung konnte die alte, neue Hauptstadt wieder aufblühen. Dieses Seminar stellt die wichtigsten Orte dieser atemberaubenden Geschichte dar und erläutert, wie unser politisches Zentrum heutzutage funktioniert. Berlin für alle, die es wissen wollen!
„Das neue Berlin – Vom Hauptbahnhof bis zum Prenzlauer Berg!“
Kaum eine Stadt hat sich innerhalb der letzten 20 Jahre so verändert wie Berlin! Die „doppelte Halbstadt“ wurde 1989 durch die Öffnung der Mauer und die folgende Wiedervereinigung aus ihrem teilungsbedingten Schwebezustand gerissen – auf einen Schlag war alles anders. Und ein Jahr später war man wieder Hauptstadt! Die Berliner (und der Rest des Landes) fragten sich: „Wie wird diese Stadt in 10 oder 20 Jahren aussehen? Steinerner Moloch oder Spree-Athen?“ Jetzt, über 20 Jahre später, stellt dieses Seminar das neue Berlin vor: Die Teilnehmer können die rasanten Veränderungen erleben, die sich seither vollzogen haben, können sich ein Urteil über das neue Regierungsviertel bilden und im Abgeordnetenhaus sehen, wie Berliner Politik gemacht wird. Darüber hinaus können sie über Sinn und Unsinn der neuen Stadtgestaltung debattieren – und z.B. erfahren, welche unterirdischen Hinterlassenschaften in der neuen Hauptstadt für politischen Zündstoff sorgten. Das neue Berlin – Vom Hauptbahnhof bis zum Prenzlauer Berg!
„Berlin für Fortgeschrittene!“
Dieses Seminar wurde für Gruppen konzipiert, die bereits in Berlin waren und unsere Hauptstadt nun auf eine etwas andere Art und Weise erleben möchten. Dabei geht es zum Beispiel um die unbekannten Seiten Berlins, die oft noch nicht einmal den „Eingeborenen“ bekannt sind: „vergessene“ Stadtviertel, verschwundene Gebäude, unterirdische Architektur oder ungewöhnliche Relikte der DDR. Darüber hinaus beschäftigt sich das Seminar auch mit Berliner Mythen – und der Wirklichkeit, die sich hinter diesen Legenden verbirgt. Ungewöhnliche Programmpunkte, wie zum Beispiel eine Stadtrundfahrt auf der legendären U-Bahnlinie 2 oder ein Politik-Simulationsspiel, runden das Seminar ab. Berlin mal ganz anders – „Berlin für Fortgeschrittene!“.
„Berlin, Brandenburg, Stettin: 800 Jahre Geschichte“
Dieses Seminar ist für diejenigen gedacht, denen unser Haus nicht unbekannt ist und die von unserer sehr günstigen Lage als Verbindungspunkt zwischen Berlin und Brandenburg profitieren möchten – und die Berlin und seine Umgebung einmal anders kennenlernen wollen. „Berlin, Brandenburg, Stettin: 800 Jahre Geschichte“ vermittelt auf vielfältige Art und Weise zahlreiche Perspektiven berliner, brandenburgischer und deutsch-polnischer Geschichte. Denn unsere Vergangenheit und unsere Zukunft offenbaren sich oft dort, wo man es kaum vermutet!
„Kirche in Berlin: Zwischen Macht, Widerstand und Alltag.“
Die Geschichte der Metropole Berlin ist auch die Geschichte ihrer Kirchen. Alle historischen Entwicklungen haben ihren Niederschlag im religiösen Leben der Stadt gefunden – von den dramatischen Ereignissen des Mittelalters bis zum heutigen sozialen Wirken der Kirche. Es stellt anschaulich die wichtigsten Entwicklungen dar. Die Teilnehmer können dabei sieben Jahrhunderte Kirchengeschichte „hautnah” erleben.
Das Seminar zeichnet sich durch einen exkursionsartigen Charakter aus und beinhaltet auch jene Orte, deren Namen weit über die Grenzen Berlins hinaus bekannt sind: Die Gedächtniskirche, der Berliner Dom, der Gendarmenmarkt, die Versöhnungskirche Bernauer Straße, Maria Regina Martyrum u.v.m.
„Kirche, Politik und Geschichte in Berlin“
Dieses Seminar wurde speziell für Kirchengemeinden entwickelt, die in regelmäßigen Abständen Pfarreisen mit Kindern und Jugendlichen unternehmen. In Verbindung mit dem vormittäglichen Katechumenats-Unterricht erlaubt es den Teilnehmenden, die wichtigsten historischen und politischen Orte Berlins zu erfahren – und dabei gleichzeitig an 800 Jahren Berliner Kirchengeschichte teilzuhaben. Die inhaltliche Verflechtung von Kirche, Politik und Geschichte macht dieses Seminar zu einem besonders intensiven und lehrreichen Erlebnis.
„Junges Berlin“
Die Stadt Berlin hat immer eine große Anziehungskraft auf junge Menschen ausgeübt. Berlin ist eine Stadt der Jugend! Was aber bedeutet es konkret, „jung und in Berlin“ zu sein? Welche Erfahrungen haben junge Menschen hier seit den 1920ern gemacht? Wie war das damals in den „Wilden Zwanzigern“, in der Hitlerjugend oder als „Halbstarker“ in der Nachkriegszeit? Wie lebte man als Mitglied der Studentenbewegung, als „Blueser“ in Ost-Berlin oder als Punk in Kreuzberg? Warum übt(e) Berlin auf Musiker und Bands wie David Bowie, Depeche Mode, Killing Joke und MIA solch eine Faszination aus? Und was erleben junge Ausländer heutzutage in Berlin? Diese und andere Fragen will das Seminar „Junges Berlin“ beantworten. Es ist sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene geeignet und kann den Wünschen der Teilnehmenden entsprechend angepasst werden.
„Die Berliner Mauer: Zwischen Vergangenheit und Gegenwart”
Wie war das damals mit der Berliner Mauer? Was ist von ihr geblieben? Was ist aus all den Kontrollpunkten, Wachtürmen und Geisterbahnhöfen geworden – vom Checkpoint Charlie bis zur Glienicker Brücke. Und was macht man heutzutage mit diesen Stätten? 20 Jahre nach Öffnung und Abriß der Mauer stellt dieses Seminar eine Spurensuche der ganz besonderen Art dar. Es beinhaltet alle wichtigen Orte, die mit der Mauer zu tun haben. Aber auch die Thematisierung der Mauer in Spiel- und Dokumentarfilmen spielt eine Rolle. Darüber hinaus haben die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre eigenen Erlebnisse und Erinnerungen einzubringen. Am Ende des Seminars geht es schließlich um die Frage, wie wir mit dem Erbe der Berliner Mauer umgehen können.
Robert-Tillmanns-Haus & Osteuropa-Zentrum: „Europa unter dem Roten Stern“
Dieses besondere Seminar wird in Zusammenarbeit mit dem Berliner Osteuropa-Zentrum durchgeführt. Es erinnert an die Jahrzehnte der sowjetischen Herrschaft im Osten Europas. Nach den Unruhen der Zwischenkriegszeit und der Katastrophe des Nationalsozialismus wurde der alte Kontinent 1945 geteilt: Die osteuropäischen Staaten gerieten in den Machtbereich der Sowjetunion und mußten fast ein halbes Jahrhundert lang politische Unterdrückung, Ein-Parteienherrschaft und Mangelwirtschaft ertragen. Aufstände wurden mit Waffengewalt niedergeschlagen. Und dann brach der Sozialismus 1989 plötzlich wie ein Kartenhaus zusammen. Der folgende Aufbruch ins „Neue Europa“ sollte sich wiederum als steiniger Weg erweisen – letzten Endes aber auch ans Ziel führen! Dieses Seminar erlaubt Ihnen, ein wichtiges Kapitel Zeitgeschichte noch einmal zu erleben.
„”Umweltschutz in der Stadt – was kann ich tun?“
Der Umweltschutz ist in aller Munde. Fast jeden Tag lesen und hören wir davon in den Medien, aus allen Richtungen werden wir mit Ratschlägen und (oftmals schlechten) Nachrichten bombardiert. Gerade den Stadtbewohnern erscheint es dabei kaum möglich, ein umweltgerechtes Leben zu führen. Umweltschutz ist aber auch „im Kleinen“ machbar! Dieses Seminar beschäftigt sich mit der Frage, was jeder Einzelne konkret tun kann. Dafür werden wir z.B. gemeinsam einen kleinen Öko-Leitfaden erstellen, der am Ende des Seminares den Teilnehmenden für den persönlichen Gebrauch ausgehändigt wird. Darüber hinaus besuchen wir zahlreiche Akteure des Umweltschutzes: Bürgerinitiativen, ökologisch engagierte Politiker, nachhaltig agierende Unternehmen sowie besondere „grüne Orte“ Berlins. Außerdem gibt es auch Hinweise, wie man seine Mitmenschen zu ökologischem Handeln motivieren kann. Ein Seminar, das im wahrsten Sinne des Wortes auf Nachhaltigkeit angelegt ist.
„”Unsere globalisierte Welt – Entwicklungen, Chancen und Gefahren“
Die „Globalisierung“ ist in aller Munde – und viele Bürger haben Angst vor den damit verbundenen Entwicklungen. Was aber bedeutet Globalisierung genau? Wie ist sie entstanden? Wie manifestiert sie sich konkret? Und ist sie wirklich nur etwas Negatives? Welche Chancen bietet sie uns? Und wie können wir die Globalisierung mitgestalten? Dieses Seminar soll ein wenig Klarheit in die komplexe Welt der Globalisierung bringen und den Teilnehmern Perspektiven für individuelles Handeln aufzeigen.
„Die Finanzkrise(n) – Ursachen, Auswirkungen und Lösungsansätze“
Alle reden von „der Finanzkrise“ - aber wer hat noch den Durchblick? Angesichts der zahlreichen Informationen, mit denen wir tagtäglich konfrontiert werden, erscheint vielen Bürgern die Krise kaum noch verständlich. Aus diesem Grunde hat das Robert-Tillmanns-Haus ein Seminar entwickelt, das kompakt und klar verständlich Abhilfe schaffen soll. Dabei geht es um drei grundsätzliche Fragen: Welche Ursachen hat die Krise? Wie wirkt sich die Krise aus? Und welche Lösungswege gibt es? Vorträge, Diskussionen, Dokumentarfilme, Expertengespräche und Besuche bei relevanten Institutionen vermitteln dabei ein ausgewogenes Bild und erlauben den Teilnehmenden, sich ein eigenes Urteil zu bilden. Darüber hinaus werden auch schriftliche Materialien ausgeteilt und fundierte Tipps für die individuelle Recherche gegeben.
„Vom Kaiser zur Love Parade: Deutschland im 20. Jahrhundert“
Das 20. Jahrhundert war ein äußerst dramatisches Zeitalter für Deutschland. Während dieser Epoche gab es insgesamt sechs verschiedene deutsche Staaten – vom Kaiserreich bis zum wiedervereinigten Deutschland. Was waren die Triebkräfte, was waren die Hintergründe jener Epoche? Was steckte hinter den historischen Entwicklungen? Wäre die Weimarer Republik vielleicht unsere große Chance gewesen? War die „deutsche Katastrophe“ zwangsläufig? Wie wird die Phase der Teilung heutzutage betrachtet? Und wie ist die Wiedervereinigung historisch einzuordnen? Kommen Sie mit uns auf eine spannende Zeitreise durch 100 Jahre deutsche Geschichte!
„Das war die DDR“
40 Jahre lang hat es die DDR gegeben. Sie hat ihre Bürger maßgeblich geprägt und ist für viele Ostdeutsche fester Bestandteil ihrer Identität. Aber was war die DDR eigentlich genau? Durch welche Besonderheiten zeichnete sie sich aus? Warum taucht sie – 20 Jahre nach ihrem Untergang – fast jeden Tag in Zeitungen, Fernsehen, Kino und in politischen Debatten auf? Und warum streiten sich Historiker immer noch über das „wahre“ Wesen der DDR? Dieses Seminar will die Geschichte und das „Antlitz“ der DDR noch einmal Revue passieren lassen. Es soll eine Spurensuche der eigenen Art betreiben, bei der die persönlichen Erfahrungen der Teilnehmer eine besondere Rolle spielen. Zugleich soll das Seminar auch Brücken zwischen „Ossis“ und „Wessis“ bauen: Was können wir gemeinsam aus unserer Geschichte lernen? Und wann wachsen wir endlich zusammen?
„Das jüdische Berlin“
Die jüdische Gemeinde dieser Stadt war einst eine der bedeutendsten in Europa. Sie verlieh Berlin maßgebliche kulturelle, wirtschaftliche und politische Impulse. Von den Nazis wurde sie dann fast vollständig vernichtet. Seit den neunziger Jahren hat sie durch Zuwanderung aus Osteuropa aber wieder einen bedeutenden Aufschwung erfahren. Dieses Seminar soll die wechselhafte Geschichte der jüdischen Bürger Berlins seit dem Mittelalter aufzeigen – eine Geschichte, die sich zwischen den Polen, Orthodoxie, Integration und Assimilation sowie zwischen Akzeptanz, Vernichtung und „Comeback“ abspielte. Dabei geht es auch um das gegenwärtige Leben einer lebendigen und vielfältigen Gemeinde, die über 60 Jahre nach dem Holocaust noch immer nach Normalität sucht und immer wieder mit Antisemitismus konfrontiert wird.
„Architektur und Politik: Berliner Perspektiven“
Jede Epoche der Vergangenheit hat ihre Spuren im „Gesicht der Stadt“ hinterlassen: Preußen, das Kaiserreich, die Weimarer Republik, der Nationalsozialismus, die DDR und die neue Hauptstadt. Und jedes Mal symbolisierten die Bauten die politischen Verhältnisse ihrer Zeit. Sie künden vom Repräsentationsbedürfnis der Preußen und des Kaiserreiches, zeugen vom Aufbruch der zwanziger Jahre, entlarven den Nationalsozialismus, verweisen auf die inneren Widersprüche der DDR, zeigen die Ambivalenzen westlicher Nachkriegsarchitektur auf und vermitteln ein viel-schichtiges Bild der gegenwärtigen Hauptstadt. Dieses Seminar vermittelt den Zusammenhang zwischen Politik und Architektur und thematisiert dabei auch die Debatten und Kontroversen, die mit der architektonischen Gestaltung der Stadt einhergingen. Einen weiteren Schwerpunkt stellt die Frage nach dem Umgang mit NS-Architektur in der Nachkriegszeit dar. Darüber hinaus werden auch die sozialpolitischen Auswirkungen der Stadtplanung dargelegt. Denn heutzutage wird in Berlin immer wieder die Frage gestellt: „Wem gehört die Stadt?“
Das besondere Erlebnis – Berlin zur Advent
Kaum eine Stadt ist so vielfältig wie Berlin. Und das lässt sich besonders zur Adventszeit im Robert-Tillmanns-Haus erleben: Unser Programm ”Advent in Berlin“ zeigt Ihnen, wie das Heilige Fest in unserer Hauptstadt gefeiert wird: So besuchen wir verschiedene religiöse Gemeinden (wie zum Beispiel die Kopten) und fragen nach ihren Bräuchen. Dann werfen wir einen Blick auf die Geschichte des Weihnachtsfestes. Wir erfahren, wie man nachhaltig feiern und mit seinen Geschenken für mehr Gerechtigkeit in dieser Welt sorgen kann. Darüber hinaus statten wir der Bahnhofsmission einen Besuch ab und sprechen mit dem Organisator des durch Frank Zander berühmt gewordenen „Obdachlosenfestes“. Nebenbei werden Sie natürlich auch Gelegenheit haben, Geschenke für Ihre Lieben daheim zu kaufen und die Berliner Weihnachtsmärkte zu genießen!
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